Das Highlight unserer Indienreise stand kurz bevor: Der Besuch des Taj Mahals. Doch leider startete unser Aufenthalt in Agra mit einem Dämpfer: Der Taj Mahal hatte geschlossen, als wir ihn besichtigen wollten. Soviel wir auch immer planen, hatten wir blöderweise überlesen, dass der Taj freitags für Touristen geschlossen bleibt. Doof gelaufen! Aber davon ließen wir uns nicht die Laune verderben!


Agra

Wir fuhren ohne große Erwartung nach Agra. Zu viele negative Geschichten hatten wir auf unserem Weg über die Stadt gehört, fast jeder empfand Agra als schrecklich. Deshalb stand für uns hier nur der Besuch des Taj Mahals als Pflichtpunkt auf dem Programm. Wegen unseres Planungsfehlers musste jedoch eine Alternative her. Der für uns beste und unkomplizierteste Weg: eine Tour mit der Autorikscha zu den Sehenswürdigkeiten Agras.


Rotes Fort

Agra rotes Fort

Eingang rotes Fort

Anfangs waren wir uns nicht sicher, ob wir das Fort überhaupt besichtigen wollten- zu viele Forts hatten wir bereits auf unserer Reise durch Indien gesehen. Als wir davor standen, wussten wir aber direkt, dass hier kein Weg vorbei führt. Zu imposant sah bereits das Eingangsportal aus, als dass wir uns das entgehen lassen wollten!

Agra rotes Fort

Details im Roten Fort

Ein weiteres Schmankerl erwartete uns innerhalb des Forts. Von der Mauer aus konnten wir einen ersten Blick auf den Taj Mahal im Smog erhaschen! Wenn auch ziemlich im Nebel versunken, war der Anblick aus der Ferne schon ziemlich imposant.


„Baby Taj“

Baby Taj Agra

„Baby Taj“ oder auch Itimad-ud-Daula-Mausoleum

Weiter ging’s zum sogenannten „Baby Taj“ beziehungsweise dem Itimad-ud-Daula-Mausoleum. Hier konnten wir uns schonmal einen Vorgeschmack für den morgigen Besuch des Taj Mahals einfangen, denn nicht umsonst trägt der Grabkomplex den Spitznamen „Baby Taj“.

Danach ging es abschließend noch zu einem „Sunset Point“. Dort sollte man einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang mit Blick auf den Taj Mahal haben. Dafür hätten Touristen 200 Rupien Eintritt zahlen sollen, um in die parkähnliche Anlage zu gelangen. Wir schlossen uns einer Hand voll Einheimischen an, die am Park vorbei liefen- das ging allerdings nur für ein paar Meter gut. Danach kam uns ein Polizist auf einem Mofa hinterhergefahren, der uns den Weg zurück wies. „Only Locals“ war seine Begründung. Rein aus Protest ließen wir den Sonnenuntergang dann ausfallen.

Agra rotes Fort

Rotes Fort in Agra


Taj Mahal

Endlich war es soweit! Am nächsten Morgen standen wir pünktlich um halb sechs am Ticketschalter. Dort ging eine halbe Stunde später die Schlacht um die Tickets los. Sämtliche indische Guides wollten uns weismachen, in der falschen Schlange anzustehen (was nicht stimmte). Den Grund dafür haben wir bis heute nicht verstanden- denn vorgedrängelt haben sie sich sowieso. Das brachte uns in Indien echt mehrfach auf die Palme!

Direkt im Anschluss holten wir uns unsere Schuhüberzieher und eine Wasserflasche ab und machten uns zügig auf den Weg zum East-Gate, welches nochmal einen Kilometer vom Ticketschalter entfernt lag. Dort angekommen, reihten wir uns die die entsprechende Schlange ein und warteten auf die Öffnung des Tores.


Taj Mahal im Smog

Da wir vorausschauend kein Gepäck dabei hatten, ging es für uns zügig durch die Kontrolle und zum Hauptareal. Wir konnten es kaum erwarten, vor dem Wasserbassin zu stehen und die Spiegelung des Taj Mahals zu bestaunen. Nur noch eine Kurve, nur noch durch ein Portal- und dann: der Taj Mahal im Smog. Und zwar im dicksten, sich mit dem Morgennebel vermischenden, Smog.

Taj Mahal Agra Smog

Auch wenn man den Taj Mahal nur erahnen kann- dieses Foto war Pflicht

Naja. Wenigstens waren wir früh genug da, sodass die Fontänen noch nicht eingeschaltet waren, sodass wir schöne, mystische Spiegelung-Smog-Bilder machen konnten. Aber halt, irgendwas stimmte nicht. Ach ja: die Wasserbassins waren staubtrocken. Läuft bei uns, aber so richtig!

Taj Mahal im Smog

Da steht er! Wirklich!

Wir haben das Beste daraus gemacht und konnten uns nach dem ersten Schock auch noch ein paar Scherze erlauben. Leider wurde der Nebel immer schlimmer, sodass wir uns bald auf den Rückweg machten. Immerhin waren wir dort und konnten den Taj Mahal erahnen. Besser den Taj Mahal im Smog sehen, als gar nicht! Das zweite neue Weltwunder auf unserer Reise!

Falls ihr eine Unterkunft in Agra sucht, können wir das Amman Homestay* wärmstens empfehlen. Das Abendessen dort ist der Hammer, frisch gekocht von der Family. Wir haben selten so gut indisch gegessen!


Hier geht’s zu unseren anderen Beiträgen über unser Indienreise!

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