Eigentlich wollten wir von Canggu aus zum Wassertempel Pura Ulun Danu Beratan. 55 Kilometer einfache Fahrt von unserem Hotel* entfernt, sollte der Tempelbesuch ein Tagesausflug werden. Als der Tempel dann aber schneller als gedacht abgehakt war, wollten wir nicht gleich die ganze Strecke wieder zurück fahren. Auf unserer Offline-Karte fiel uns ein Pin in der Nähe auf, den wir mal gesetzt hatten: die Jatiluwih Reisterrassen. Hierfür mussten wir zwar die gut ausgebaute Hauptstraße verlassen, aber: je schmaler die Straße, desto weniger Reisebusse. Wenn das mal kein Argument ist!


Die Anfahrt

Jatiluwih Reisterrassen

Auf dem Weg zu den Jatiluwih Reisterrassen

Die  Hauptstraße, die vom Wassertempel nach Canggu führt, verließen wir nach etwa elf Kilometern in Richtung Gunungsari. Die Straße wurde zwar direkt schmaler, war jedoch in einem gutem Zustand. Da waren schon bei weitem Schlimmeres gewohnt. Durch sattgrüne Vegetation, durch kleine Dörfchen Wälder schlängelte sich die Straße. Schon allein dieser Weg hätte sich gelohnt! Bald öffnete sich die Landschaft und gab den Blick auf die ersten Reisterrassen frei. Hier legten wir eine kleine Pause ein und genossen die Landschaft- unwissend, dass die eigentliche Attraktion erst ein paar Kurven weiter beginnen sollte!


Eintritt zu den Jatiluwih Reisterrassen

Jatiluwih Reisterrassen Kosten

Kosten der Jatiluwih Reisterrassen

Als wir einen knappen Kilometer weiter einen Checkpoint erreichten, an dem Eintrittsgeld verlangt wurde, waren wir unsicher, ob wir überhaupt weiter fahren sollten. Von den Tegalalang Reisterrassen bei Ubud waren wir eher enttäuscht gewesen, da dort alles eine riesige Baustelle ist und touristisch total ausgeschlachtet wird. Sollen wir nach dieser Erfahrung für andere Reisterrassen Geld bezahlen? Und einen Kilometer früher hatten wir ja auch einen tollen Ausblick. Aber nun waren wir schonmal da… Außerdem hielt sich die Gebühr wirklich im Rahmen. Also ab dafür!


Eine gute Entscheidung

Jatiluwih Reisterrassen

Terrassenanlage

Ein paar Kurven weiter und Meter höher sahen wir die Jatiluwih Reisterrassen in ihrer voller Pracht. Schnell parkten wir den Roller und machten uns zu Fuß auf den Weg. Ein Informationsschild machte auf mehrere Wanderwege durch die Reisterrassen aufmerksam. Da das Wetter leider mittlerweile wieder dem alltäglichen Regenschauer entgegenschlug, entschieden wir uns für die kürzeste Tour von 1,5 Kilometer. Der gut befestigte Weg führte uns zwischen vielen  Reisterrassen hindurch. an Hütten vorbei und Hügel hinauf. Immer wieder boten sich wunderschöne neue Blickwinkel auf die Auch wenn wir gerne länger gelaufen wären, genossen wir trotzdem einen wunderschönen Spaziergang durch die Felder.


Fakten

Jatiluwih Reisterrassen Bauer

Knochenjob: Reisbauer

Wieder an der Straße angekommen, nutzten wir den nächsten Regenschauer, um uns über die Jatiluwih Reisterrassen zu informieren. Wenn wir vorher gewusst hätten, was uns hier erwarten würde, hätten wir das natürlich vorher gemacht. Aber besser spät als nie!

Die Reisfelder umfassen eine unglaubliche Größe von 600 Hektar- das ist eine ganze Menge! Sie setzen sich aus unzähligen Terrassen und Stufen zusammen. Es ist fast unmöglich sich vorzustellen, wie diese Landschaft vor hunderten von Jahren durch Menschenhand angelegt wurde.

Jatiluwih Reisterrassen Detail

Die Terrassen im Detail

Im Jahr 2012 wurde das Bewässerungssystem „Subak“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Ziemlich genial, wenn man überlegt, dass dieses im 9. Jahrhundert erfunden wurde und immer noch genutzt wird.

Ungeahnt und ungeplant wurde dieser Ausflug zu einem Highlight unseres Aufenthaltes auf Bali! Und eines wissen wir jetzt schon: Wenn wir uns die Bilder der Jatiluwih Reisterrassen zuhause anschauen werden, ist Fernweh vorprogrammiert.

Jatiluwih Reisterrassen

Der Eingang zu den Jatiluwih Reisterrassen

 

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