Nachdem wir so viel Positives von Thailands Norden gehört hatten, viel uns die Entscheidung nicht schwer, nach ein paar Tagen in Bangkok in den Norden weiterzuziehen. Und da in Thailand alles so herrlich unkompliziert funktioniert, hatten wir schon eine halbe Stunde später unsere Bustickets!

 


Per Nachtbus nach Chiang Rai

Landschaft Chiang Rai

Mit dem Roller unterwegs

„Super, wir fahren mit dem Nachtbus von Bangkok nach Chiang Rai, dann sparen wir uns die Kosten für eine Übernachtung!“- so sah unsere Theorie aus. Ganz so clever war es dann doch nicht. Der Bus an sich war super: drei Plätze pro Reihe, einer links und zwei rechts, Decken, Nackenkissen, Getränke und Snacks. So lässt es sich doch 11 Stunden aushalten? Begeistert stiegen wir um 20 Uhr in Bangkok in den Bus. Bald schliefen wir ein- bis wir um 1:30 Uhr geweckt wurden- zum Abendessen an einer Raststätte.  War jetzt nicht so ganz unsere Zeit. Danach war unsere Nachtruhe vorbei. Total gerädert kamen wir um 7 Uhr in Chiang Rai an. Nach einem ausgedehnten Frühstück konnten wir zum Glück direkt ins Hostel* (sehr zu empfehlen!) einchecken- den restlichen Tag passierte nicht mehr viel, wie man sich sicher vorstellen kann.


Der Weiße Tempel Wat Rung Khon

Chiang Rai White Temple

Der Wat Rong Khun in seiner vollen Pracht

Highlight in Chiang Rai sollte der Weiße Tempel Wat Rung Khon sein. Wir machten uns morgens auf den Weg, um dem größten Besucherandrang aus dem Weg zu gehen. Kluge Entscheidung, wie wir feststellten, als wir den Tempel gegen Mittag wieder verließen! Denn schon drängten sich die Touristen über die schmale Brücke, über welche wir noch fast alleine schlendern konnten.

Die Tempelanlage ist äußerst skurril und ist der Exzentrik des Architekten Chalermchai Kositpipat geschuldet. Dieser lässt sich vor Ort mit mehreren Pappaufstellern, Schlüsselanhängern und Postkarten seiner selbst feiern.

Seine Beweggründe begannen allerdings sehr selbstlos: er baute die einst verlassene und verfallene Anlage mit einem Budget aus eigener Tasche wieder auf. Auch nach einem Erdbeben 2015, welches einen Großteil der Gebäude zerstörte. führte er die Arbeiten fort. Wieder nur durch ihn selbst und Spenden finanziert.

Mittlerweile kostet der Eintritt 50 Baht, was wir aber vollkommen okay finden.

Hölle White Temple Chiang Rai

Darstellung der Hölle

Der Aufbau des Tempels ist ungewöhnlich: Zuerst  überquert man eine Plattform, zu deren Seiten sich menschliche Hände aus dem Boden gen Himmel strecken. Dies soll die Hölle symbolisieren. Weiter gelangt man über eine reich verzierte Brücke zum eigentlichen Tempel- welcher den Himmel symbolisiert. Alles ist in reinweiß gehalten und mit Spiegelelementen verziert. Zwar ist in Thailand weiß die Farbe der Trauer, jedoch soll sie hier die Reinheit Buddhas symbolisieren.

Während wir durch die Anlage liefen, waren wir ständig zwiegespalten: „Wie schön das aussieht!“ – „schon ziemlich kitschig, oder?“.

Auf jeden Fall ist der Tempel aber etwas sehr Besonderes, was wir in Thailand so noch nicht gesehen haben!


Singha Park

Teeplantage Singha Park Chiang Rai

Teeplantage im Singha Park

Eigentlich hatten wir vor, den Singha Park per Fahrrad zu erkunden. Jedoch fand am Tag unseres Besuches ein Festival statt und ein Großteil des Areals war nicht zugänglich. Nach einem chaotischen Start (Roller parken auf dem eigens hergerichteten Festivalparkplatz, Fahrt mit dem Shuttlebus zum Festivalgelände, feststellen, dass die Bühne erst aufgebaut wird und in den nächsten Stunden hier nichts passiert, Shuttlebus zurück, Roller umparken zum Haupteingang), nur um festzustellen, dass wir den Park heute nur innerhalb einer Tour besichtigen können. Naja, wenn wir schonmal hier sind…

Chiang Rai Singha Park Blumen

Blumenfeld bei Chiang Rai

Die Tour war für uns leider sehr unspannend, da nur auf Thai und nicht auf Englisch erklärt wurde. Dafür hatten wir mehr Zeit, die Landschaft zu bestaunen: Alles war herrlich grün, gespickt mit bunten Blumenwiesen, riesigen Teeplantagen und den Bergen am Horizont.


Elephant Valley

Elephant Village Chiang Rai

Elephant Valley bei Chiang Rai

Eigentlich hatten wir vor, in Chiang Mai ein Elefantencamp zu besuchen. Unsere Ansprüche waren:  Keine Touristenelefanten die bemalt, geduscht und geritten werden, sondern eine Organisation, die sich dazu kümmert, Elefanten diese Tortur zu ersparen und sie artgerecht hält. Durch Zufall entdeckten wir jedoch die Organisation Elephant Valley, die uns sehr zugesagt hat. Über unseren Aufenthalt dort berichten wir in einem eigenen Artikel.

 

Chiang Rai Teeplantage

Teeplantage bei Chiang Rai

Damit verbrachten wir also unsere Tage in Chiang Rai. Zugegeben, hätten wir mehr sehen können. Aber nach knapp zwei Monate Reisen spürten wir, dass wir langsam mal auf die Bremse treten mussten. Und Nordthailand erschien uns dafür der richtige Ort, da alles super entspannt und stressfrei ist.

Weiter ging unsere Reise in Chiang Mai, von wo aus wir ein paar Tage später nach Pai aufbrachen- unser liebster Ort bislang!


Zu unseren Berichten über Thailand geht’s hier lang.

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