Unsere Route für drei Wochen in Myanmar

Im Zuge unserer Weltreise stand ein Land dick und fett auf unserer Liste: Myanmar. Wir hatten nur Positives gehört und konnten es kaum erwarten, uns selbst von der Vielseitigkeit dieses Landes begeistern zu lassen. Wir planten, drei Wochen in Myanmar zu verbringen, um die Hauptsehenswürdigkeiten abzuklappern. Wie unsere Route aussah, haben wir im Folgenden für euch zusammengefasst. Vielleicht können wir ja den ein oder anderen motivieren, dieses wundervolle Land selbst kennen lernen zu wollen!


Einreise

Wir sind über Land per Fuß von Thailand aus eingereist. Dort haben wir eine Nacht im thailändischen Grenzstädtchen Mae Sot verbracht. Der Grenzübergang war mehr als einfach, nach ein paar Stempeln und einem kurzen Marsch über die Friendship Bridge waren wir also in Myanmar angekommen. Easy, das hatten wir uns umständlicher vorgestellt!

In Myawaddy, dem Dorf direkt nach der Brücke, konnten wir direkt bei einem der ATMs Geld holen. Nach einigem mehr oder weniger gekonntem Handeln nahmen wir uns ein Taxi für umgerechnet 12€, welches uns weiter nach Hpa-An brachte.


Reisen vor Ort

Route Myanmar

Unsere Route für drei Wochen in Myanmar

Ab Hpa-an sind wir bis auf eine Ausnahme ausschließlich mit dem Bus gereist. Das hat auch immer super geklappt. Die Tickets konnten wir direkt in unseren Unterkünften kaufen. Wir haben immer ein bis zwei Tage vorher bescheid gegeben, wann wir wo hin wollen und konnten uns aus einer Auswahl an Bussen den gewünschten auswählen. Die Auswahl reicht von sogenannten VIP Bussen (größere Sitze und Beinfreiheit, Sitzreihe 2-1, manchmal sogar TV wie im Flugzeug), bis hin zu weniger komfortablen Reisebussen. Die Preise richten sich nach Art des Busses sowie nach den Abfahrts- und Ankunftszeiten.

Nach einem kurzen Telefonat des Hotels mit dem Busunternehmen wurde uns direkt ein Ticket mit festen Sitzplätzen ausgestellt. Einfacher geht es kaum!


Unterkünfte

Da wir uns immer einiges an Arbeit machen, was die Suche nach geeigneten Unterkünften angeht, verlinken wir euch zu den einzelnen Stationen die Unterkünfte, welche wir empfehlen können. Wir reisen nicht in den günstigsten  Hostels, aber auch nicht in schicken fünf Sterne Hotels; ein gutes Mittelmaß ist bei uns Programm. Unser Hauptaugenmerk bei der Auswahl liegt dabei auf Lage, Sauberkeit und eigenem Bad. Da die Hotelempfehlungen sicher nicht für jeden Leser interessant sind, geben wir nur einen (Affiliate-) Link zur Unterkunft. Jedoch möchten wir darauf hinweisen dass wir die Hotels selbst besucht und bezahlt haben und nur Hotels verlinken, die uns gefallen haben.


Tag 1-3: Hpa-An

Hpa-An Kyauk-Ka-Kat Pagode

Außergewöhnliche Kyauk-Ka-Kat-Pagode

Hpa-An sollte die erste Station unserer Reise durch Myanmar werden. Auch wenn das Städtchen ziemlich überschaubar ist, hat es die Umgebung in sich! Auf verschiedenen Touren haben wir die Bat Cave (Fledermaushöhle), viele Höhlentempel inklusive der beeindruckenden Saddan-Cave sowie die ungewöhnliche Kyauk-Ka-Kat-Pagode besichtigt. Wir haben die Touren mit ein paar weiteren Gästen direkt über unsere Unterkunft gebucht, da sie preislich äußerst angemessen waren. Natürlich kann man die Sehenswürdigkeiten auch auf eigene Faust per Roller oder Fahrrad erkunden. Als ob die Tage in Hpa-An nicht schon aufregend genug waren, machten wir zum Schluss noch Bekanntschaft mit einer burmesischen Notaufnahme– dies ist aber eine andere Geschichte.

Unser Hotel in Hpa-An: Soe Brothers 2 Guesthouse*


Tag 3-6 Yangon

Shwedagon-Pagode-Yangon

Die Shwedagon Pagode in nächtlichem Glanz

Die erste Busfahrt in Myanmar traten wir am dritten Tag an- noch ziemlich angeschlagen von der vorangegangen kurzen Nacht. Unsere nächste Station sollte Yangon sein. Nach acht Stunden Busfahrt waren wir angekommen. Der Busbahnhof liegt 20 Kilometer außerhalb und so mussten wir uns noch um eine Weiterfahrt mit dem Taxi kümmern.

Tipp: Entweder mit weiteren Fahrgästen aus dem Bus zusammen tun und ein Taxi teilen, oder ein paar Schritte aus dem Busbahnhof rauslaufen und dort einen Taxifahrer ansprechen. Die Preise sind außerhalb um einiges günstiger. Im besten Fall eine Taxifahrer, der alleine steht, ansprechen. Alleine lassen sie viel einfacher mit sich handeln als in der Gruppe.

Um ehrlich zu sein, hatten wir zu Yangon keinen besonderen Draht. Es gibt zwar einige Orte zu sehen, aber davon hat uns nur die Shwedagon Pagode wirklich beeindruckt. Die Atmosphäre nach dem Sonnenuntergang war dort wirklich einmalig. Ansonsten haben uns hier einfache Spaziergänge durch die Straßen besser gefallen, als die ausgeschriebenen Sehenswürdigkeiten.

Unser Hotel in Yangon: Hotel Bond*


Tag 6-8 Mandalay

Mandalay weiße Pagoden

weißes Pagodenfeld in Mandalay

Von Yangon ging es weiter nach Mandalay. Wieder verbrachten wir den Tag im Bus- etwas, das uns in Myanmar weniger gut gefiel. Man benötigt für augenscheinlich geringe Entfernungen meistens den ganzen Tag.

In Mandalay angekommen, hatten wir wieder erstmal noch eine Fahrt mit demTaxi in die Stadt vor uns (bei welcher wir unseren lieben Hakan aus Norddeutschland kennenlernten, der uns noch auf mehreren Etappen begleiten sollte). Die Stadt selbst fanden wir um einiges schöner als Yangon. Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Sagaing und Inwa. Beides hat uns sehr gut gefallen! Die Tempel auf Inwa haben wir nicht wie üblich mit einer Pferdekutsche erkundet, sondern zu Fuß. Einige Kutscher sind uns zwar hartnäckig gefolgt, aber ebenso hartnäckig blieben auch wir.

Unser Hotel in Mandalay: Diamonds Inn*


Tag 8-10 Hsipaw

Über unsere Fahrt nach Hsipaw haben wir einen eigenen Blogbeitrag geschrieben, da dies ein besonderes Erlebnis war. Aber um Eines vorweg zu nehmen: Die Zugfahrt war zwar sehr lang, allerdings auch ein echtes Highlight unserer drei Wochen in Myanmar!

Unser Hotel in Hsipaw: Golden Guesthouse*


Tag 10-12 Mandalay

Tempel Inwa Mandalay

Einer der zahlreichen Tempel auf Inwa

Nach Hsipaw verbrachten wir aus logistischen Gründen zwei weitere Tage in Mandalay. Hier haben wir uns Fahrräder geliehen und haben diesmal den nördlichen Teil der Stadt erkundet. Außerdem waren wir in den berühmten Handwerksvierteln, die zwar kleiner als erwartet, aber trotzdem sehenswert waren. Besonders die Blattgoldschmieden fanden wir beeindruckend, da hier noch mit purer Muskelkraft gearbeitet wird.

Unser Hotel in Mandalay: wieder das Diamonds Inn*


Tag 12-15 Bagan

Sonnenaufgang Bagan

kurz nach Sonnenaufgang in Bagan

Bagan! Der Grund für viele Weltenbummler, Myanmar überhaupt zu bereisen. Zurecht; während dem Sonnenaufgang über das riesige Pagodenfeld zu blicken, dazu noch die Heißluftballons am Horizont- einmalig! Hier sind wir zum ersten Mal mit einem elektrischen Roller gefahren. Super leise, ansonsten genauso wie die gängigen spritbetriebenen. Nur, dass der Tank nicht ganz so lange ausreicht und man im blödesten Fall am Ende des Tages schieben muss 😉 Wir haben insgesamt drei Tage in Begann verbracht, was für uns super ausgereichend war.

Unser Hotel in Bagan: Innwa Motel* – hier waren die Zimmer zwar nicht ganz so schön, allerdings war das Frühstück genial.


Tag 15-18 Inle Lake

Inle Lake Bootstour

Leben auf dem Inle Lake

Auf dem Inle Lake scheint die Zeit still zu stehen. Nicht so in Nyaung Shwe, dem Hauptort der Gegend, der schon sehr touristisch aufgezogen ist, was man auch an den Preisen merkt. Trotzdem kann man hier problemlos Zeit verbringen, denn es gibt zahlreiche Cafés und Bars in allen Preiskategorien. Nicht fehlen darf hier natürlich eine Bootstour über den Inle Lake mit seinen auf Stelzen gebauten Häusern, Zigarren“fabriken“ und den berühmten Einbeinfischern.

Unser Hotel am Inle Lake: Royal Nyaung Shwe* – luxuriöser als sonst, aber als wir dort waren, gab es gerade einen Sonderpreis.


Tag 18-19 Yangon

In Yangon haben wir am letzten Tag am Pool entspannt, da uns die Stadt beim letzten Besuch nicht sonderlich gut gefallen hat. Und dann waren drei Wochen auch schon wieder vorbei und es ging für uns zurück nach Thailand!

Unser Hotel in Yangon in Flughafennähe: Ten Mile Hotel*


Fazit unserer drei Wochen in Myanmar

Saddan Caves Boot

Auf dem Rückweg von den Saddan Caves

Es gibt noch so viele schöne Orte in Myanmar! Es ist fast unmöglich, innerhalb von drei Wochen in Myanmar jeden sehenswerten Ort zu besuchen. Für uns waren die drei Wochen im Rahmen unserer Weltreise trotzdem optimal. Wir haben sehr viel gesehen und einen wundervollen Einblick in das Land bekommen. Gleichzeitig empfanden wir das Reisen innerhalb von Myanmar nach drei Wochen recht anstrengend. Für die Strecken zwischen den Städten benötigt man unverhältnismäßig lange und so verbrachten wir ganze Tage im Bus, was auf Dauer ziemlich schlaucht, für drei Wochen aber noch gut erträglich ist. Alles in allem gesehen war es für uns richtig, drei Wochen in Myanmar umherzureisen! So haben wir auch einen Grund, wiederzukommen, um den Süden des Landes kennenzulernen!

 


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