Was machen wir mit unseren Jobs?

Wir waren beide seit zwei bzw. dreieinhalb Jahren in sicheren Arbeitsverhältnissen. Deshalb haben wir natürlich intensiv diskutiert, überlegt und verschiedene Szenarien durchgespielt, was für uns die beste Option wäre. Können wir ein Sabbatjahr machen? Oder sollen wir für die Weltreise den Job kündigen und nach dem Jahr nochmal von vorne starten?

Grundsätzlich hat man je nach Arbeitgeber grob folgende Möglichkeiten:

  • Unbezahlter Urlaub
  • Sabbatjahr
  • Kündigen

Unbezahlter Urlaub

Man handelt mit seinem Chef die Dauer eines unbezahlten Urlaubes aus- prinzipiell keine schlechte Lösung, doch war dies für uns beide keine Option. Außerdem wäre die notwendige „freiwillige“ Krankenversicherung, die wir hätten zahlen müssen, ein weiteres Totschlagargument. Wir wollten laufende Kosten in der Heimat vermeiden, um unser Erspartes nur für das Reisen zu nutzen. Hinzu kommt, dass es uns nicht möglich gewesen wäre, für ein ganzes Jahr freigestellt zu werden. Wer nicht für die Weltreise den Job kündigen will, für den wäre dies trotzdem eine gute Möglichkeit.


Sabbatjahr

Ein tolles Prinzip, dieses Sabbatjahr, oder neudeutsch Sabbatical! Wenn eurer Arbeitgeber dies anbietet, erkundigt euch doch mal nach den Möglichkeiten, wenn ihr eine längere Reise plant. Beim klassischen Sabbatjahr-Prinzip verzichtet man über einen vorher festgelegten Zeitraum auf einen Teil seines Gehaltes. Dieser Zeitraum kann zwischen einem und zehn Jahren liegen, je nach Modell. Dementsprechend wird die Gehaltskürzung unterschiedlich hoch ausfallen. Während der Freistellungsphase wird das gekürzte Gehalt weiterhin ausgezahlt.

Auch viele Firmen in Deutschland bieten das Sabbatjahr an- aber oft leider nur auf dem Papier und als Werbemaßnahme. In der Realität wird es häufig nicht gerne gesehen, wenn tatsächlich ein Sabbatjahr beantragt wird. Dies ist aber von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich und sollte persönlich abgeklärt werden. Leider war das Sabbatjahr für uns keine Option.


Kündigung

Die wohl radikalste Lösung wäre die Kündigung. Doch aus dem gegebenen Anlass für uns die beste Möglichkeit: Ohne Gedanken an den alten Job losziehen zu können. Ohne ständig darüber nachzudenken, wie dein bisheriges Projekt verläuft, ob es wohl Probleme gibt oder dich deine Kollegen im Geheimen für deine Auszeit verteufeln.

Achtung: Kündigungsfrist beachten!

Man verlässt seine bisherige Umgebung ja aus dem Beweggrund heraus, auch einfach mal loslassen zu können. Ohne ständige Fragen wie „was steht für diese Woche an?“, „Bis wann muss ich diese Aufgabe erledigt haben“ oder auch „Was wäre, wenn..?“.

Somit fiel unsere Entscheidung am Ende gleichermaßen aus: Wir kündigen und kappen erstmal alle Leinen. Viele Angehörige, Freunde und Bekannte, denen wir von unserer Entscheidung erzählten, konnten diese nicht nachvollziehen. Wie kann man eine sichere Arbeitsstelle denn einfach so aufgeben?

Eigentlich geht das ganz einfach, jedenfalls fiel es uns nicht schwer. Aber die böse Lücke im Lebenslauf, vor der sich viele so fürchten!? Wenn dieses Jahr auf Reisen nachher eine Lücke für uns sein sollte, haben wir etwas ganz gehörig falsch gemacht. Außerdem geht es für uns im Leben nicht darum, ständig den Lebenslauf aufmotzen zu müssen. Wir wollen mehr zu erzählen haben, als andere mit unseren Gehaltserhöhungen, Aufstiegschancen und Firmenwagen zu langweilen.

Für die Weltreise den Job kündigen – für uns die richtige Entscheidung!


Wenn du wissen willst, was wir mit unserer Wohnung, den Möbeln und dem Auto gemacht haben, schau dir diesen Beitrag an!

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