Eines hatten wir uns fest vorgenommen: in Nordthailand einen Kochkurs zu besuchen! Denn die thailändische Küche ist einfach der Hammer, oder? Und wie cool wäre es, wenn wir ein paar unserer Lieblingsgerichte zuhause selbst kochen könnten? Eben mal schnell ein leckeres Thai-Curry aus dem Ärmel schütteln zu können?


Die Qual der Wahl- welcher Kurs?

Pai Kochkurs Markt

Einkauf vom Markt

Eigentlich hatten wir vor, uns in Chiang Mai nach einem passenden Kurs umzuschauen. Aber dort waren wir einfach überfordert mit der Anzahl an Angeboten. Schon alleine in unserem Hostel lagen 20 verschiedene Broschüren aus. Irgendwie hatte das den faden Beigeschmack einer Massenabfertigung und wir hatten wenig Lust, alle Kursangebote zu vergleichen- und schoben die Entscheidung erstmal auf. Zuerst wollten wir ein paar Tage nach Pai, um im Anschluss nochmal ein paar Tage in Chiang Mai zu verbringen. Wir hatten geplant, uns zwischenzeitlich für einen der Kurse  zu entscheiden. Doch irgendwie kam es anders als geplant- und das war gut so!


Kochkurs in Pai

Als wir Pai nachmittags durch die Stadt streiften, fiel uns Bebe Wok ’n‘ Roll Cooking Class auf. Irgendwie sprach uns die Location an und unser Bauchgefühl wurde bestätigt, als wir nach kurzer Recherche den Kochkurs auf Platz eins bei TripAdvisor fanden. Also fragten wir direkt nach, ob für den nächsten Tag noch Platz im Kurs für uns wäre. Thom, die Köchin bejahte und trug uns für die letzten beiden Plätze ein. Glück gehabt!


Einkauf auf dem Markt

Kochkurs Pai Markt

Auf dem Markt

Am nächsten Morgen ging es um 8:30 Uhr los: Erst wurden für jeden ein Kochplan mit den gewünschten Gerichten erstellt. Danach wurde für jeden eine Einkaufsliste geschrieben, die wir auf dem lokalen Markt abarbeiten sollten. Zuerst bekamen wir dort jedoch eine ausführliche Führung mit Erklärung der unterschiedlichen Unterteilungen: Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse, Kräuter, Reis,… Toll war, dass Thom uns viele Tipps für Alternativprodukte gab, falls wir etwas zuhause nicht bekommen sollten. Denn von einigen Gewürzen, Knollen und Gemüse hatten wir noch nie etwas gehört. Im Anschluss besorgte jeder ein paar Zutaten für den Kurs. Sogar der Fisch wurde frisch gekauft- diesen durfte David eigenhändig aus dem Becken angeln, was für den gesamten Kurs eine Riesen Gaudi war.


Curry-Paste oder: Bizeps Training

Kochkurs Pai Curry rot

David am Mörsern seiner roten Curry Paste

Die Curry-Paste ist der Grundbaustein für die meisten Thai-Gerichte. Deshalb lag es nahe, dass wir lernten, unsere eigene Curry-Paste herzustellen. David entschied sich für ein rotes, ich für ein grünes Curry. Aus verschiedenen Wurzelknollen, Chilischoten und Kräutern stampften wir als unsere eigenen Curry-Pasten im Mörser zusammen. Und ich kann euch sagen: wir kamen ganz schön ins Schwitzen! Denn Thom war bei weitem noch nicht zufrieden, wenn wir ihr stolz unsere Pasten zeigten. Erst, als eine einheitliche und feine Masse entstanden war, nickte sie unsere Ergebnisse ab. Alle waren froh, als es endlich geschafft war…


Papayasalat oder: klein aber oho

Danach zeigte uns Thom, wie schnell und easy man einen Papayasalat zusammenstellt. Die Inhaltsangabe von 1-10 Chilischoten verwirrte uns etwas und auf Nachfragen sagte Thom nur: „as you like“. Also fingen wir mal mit vier Schoten an, denn die Chilis kamen uns sehr klein vor. Aber: Unterschätze nie deinen Feind! Für mich hätte definitiv auch eine Schote gereicht, da meine nicht schärferesistenten Geschmacksnerven bereits nach einer kleinen Gabel in Flammen standen.


Tom Yum  oder: Vorbereitung ist alles

Curry Paste grün Zutaten

Noch ungehackte Zutaten für die grüne Curry Paste

Im Anschluss wurden die Zutaten für unsere Suppen vorbereitet, denn eine von Thoms Regeln, welche sie uns auf den Weg gab lautet: Vorbereitung ist alles. Später soll nämlich alles schnell gehen und ruckzuck in den Topf- spätestens dann sollte der Drillmaster nochmal zum Vorschein kommen. Wurden wir den ganzen Tag nur mit „Honey“ angesprochen, war damit nun Schluss: Thom wirbelte von Wok zu Wok um sicherzugehen, dass wir auf keine blöden Ideen kamen (die blödeste aller Ideen kam von David: Ananas in sein Curry zu schmuggeln- danach war Thom schwer beleidigt. Aber das ist eine andere Geschichte).


Zu guter letzt: unser eigenes Curry

Kochkurs Pai grünes Curry

Das fertige grüne Curry mit Tofu

Abgerundet wurde unser Kochkurs in Pai durch ein Currygericht. Hier kam unsere zu Beginn hergestellte Paste zum Einsatz. Thom zeigte uns, wie wir diese richtig zu verwenden hatten. Langsam aber sicher verstanden wir das Prinzip der Thai-Rezepte, die so gut wie alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren.

Und das Beste folgte zum Schluss: mit von Thom spendiertem Rotwein ließen wir es uns schmecken! Und siehe da: Im Restaurant hatten wir nie besser gegessen. Stolz und pappsatt machten wir uns auf den Heimweg.


Fazit

Khao Soi Suppe

Khao Soi Suppe- So lecker!

Unser Kochkurs in Pai  bei uns mit Thom hat so viel Spaß gemacht! Am nächsten Abend durften wir nochmal zur Kochschule zum „üben“- das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Und nicht nur das, wir bekamen auch unser eigenes kleines Kochbuch und fühlen uns nun gewappnet, unsere eigenen Thai-Gerichte zu kochen. Wir können es kaum erwarten, unser neu erworbenes Wissen zu testen! Doch damit müssen wir wohl noch ein paar Monate warten…


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