Auch wenn wir nach ein paar Tagen oft einen Inselkoller bekommen, zieht es uns immer wieder auf kleine Eilande. Vorzugsweise auf ruhige, wenig touristische Inseln. Nachdem wir von Singapur einen günstigen Flug nach Phuket bekamen, sollte dies der Ausgangspunkt für unser nächstes Inselhopping werden. Auch wenn wir es nicht vermutet hätten, liegen nur 30 Bootsminuten von Phuket entfernt zwei kleine Inseln, die diesen Ansprüchen zur Genüge entsprechen: Koh Yao Yai und Koh Yao Noi!


Koh Yao Yai

Überfahrt nach Koh Yao Yai

Fahrplan Phuket Koh Yao Yai

Fahrplan der Boote von Phuket nach Koh Yao Yai

Zuerst wollten wir uns die größere der beiden Inseln anschauen (Yai= groß). Wobei groß hier nur relativ ist, aber dazu später mehr. Von Phuket Oldtown ging es per Bus an den Pier- zuerst landeten wir am falschen. Trotz Auskunft vom Touri-Büro in der Stadt mussten wir NICHT zum Rassada-Pier, sondern zu einer kleineren, zum Glück nur fünf Minuten entfernten Anlegestelle. Per Speedboat ging es dann rasant zur Insel. Es wären auch Fähren abgegangen, allerdings erst ein paar Stunden später. Normalerweise ziehen wir etwas größere Boote den Speedbooten vor, da es einfach gemütlicher ist. Weniger Menschen, die zusammengepfercht im Boot sitzen, weniger Geschaukel und ein günstigerer Preis. Allerdings war uns in diesem Fall die Zeit wertvoller…

Ankommen auf Koh Yao Yai

Aussicht Koh Yao Yai

Karstfelsen vor Koh Yao Yai

Am Pier angekommen, erwartete uns die übliche Ansammlung von Taxifahrern. Da die Preise jedoch derart überteuert und unsere Unterkunft nur 2 km entfernt war, entschieden wir uns zu laufen. Geld gespart, Rückenschmerzen gratis bekommen, aber Hauptsache, der Stolz hat gesiegt. An der Unterkunft angekommen, stellte sich erst mal Ernüchterung ein- deshalb gibt es an dieser Stelle keine Unterkunftsempfehlung von unserer Seite.

Absolut notwendig: ein Roller

Ein traumhaftes Fototapeten-Motiv auf Koh Yao Yai

Da sich unsere Unterkunft fern von allen Stränden befand, waren wir auf einen Roller angewiesen. Die erste nette Überraschung: die Straßen waren hervorragend. Betonplatten ohne größere Schlaglöcher, nur auf die letzten Meter zum Ziel Sandpisten und sehr wenig Verkehr. Unter diesen Bedingungen wagte ich mich auch selbst mal ans Steuer! Die Orte sind an der Hauptstraße entlang gezogen, ohne wirklichen Ortskern. Es gibt keine „Restaurantmeile“ oder einen Nachtmarkt, weswegen man auf Mobilität angewiesen ist, wenn man nicht jeden Tag das Gleiche essen möchte.

Strände

Koh Yao Yai Traumstrand

Der Hua Lam Haad Strand im Nordosten der Insel

Da uns der bekannteste Strand der Insel, der Hua Lam Haad Beach am besten gefiel, waren wir dort jeden Tag. Die Fahrt von ca. 21 km hat hierbei auch gar nicht gestört, sondern ging jedes mal wie im Flug vorbei! Morgens legten wir einen kurzen Boxenstop im 7Eleven ein, um Frühstück zu besorgen, Mittags oder Abends aßen wir an einer netten kleinen Garküche nahe des Strandes.

Zu den Stränden muss man anmerken, dass wir in Thailand schon schönere Strände gesehen haben. Sie sind hier total naturbelassen und das Wasser ist nicht glasklar, wie man es sich wünscht. Dafür hat ma keine Touristenhorden um sich herum und findet immer ein einsames und ruhiges Plätzchen.


Koh Yao Noi

Überfahrt

Longtailboot Koh Yao Yai Noi

Auf dem Weg von Yai nach Noi

Nach vier Tagen ging es weiter nach Koh Yao Noi. Die einzige Option war dieses mal das klassische Longtail-Boot. Gefühlt hätte man auch rüberschwimmen können, das Boot war keine zehn Minuten unterwegs. Den Preis hatten wir am Vortag hart verhandelt- wieder waren wir erstaunt, wie teuer die Taxifahrten auf der Insel sind! Leider sind wir um die teure Taxifahrt zum Pier nicht drumherum gekommen, konnten dafür aber noch einen Shuttle zur Unterkunft auf der nächsten Insel rausschlagen.

Unterkunft auf Koh Yao Noi

Sonnenuntergang Koh Yao Noi

Fantastischer Sonnenuntergang auf Koh Yao Noi

So wenig wir unsere Unterkunft auf Koh Yao Yai empfehlen konnten, umso mehr gefiel uns unser Bungalow bei Najjamee. Eine gepflegte kleine Anlage mitten im Grünen, zwar direkt an der Hauptstraße gelegen aber trotzdem super ruhig. Der Besitzer staffierte uns erstmal mit einer Karte der Insel aus und vermietete uns den wohl besten Roller unserer gesamten Asienreise.

Lieblingsstrand

Long Beach Koh Yao Now

Am Long Beach auf Koh Yao Noi

Die Strände gefielen uns etwas besser als auf der Nachbarinsel- noch ruhiger und atmosphärischer. Als unseren neuen „Hausstrand“ wählten wir den Long Beach aus-beziehungsweise eine Bucht etwas darunter liegend. Strandbars und Musik sucht man hier vergebens- aber für uns genau das Richtige!


Fazit

Sonnenuntergang Koh Yao Noi

Wie gemalt- Sonnenuntergang auf Koh Yao Noi

Koh Yao Yai hat uns für vier Tage gut gefallen- es hätte aber auch einer weniger sein können. Leider gibt es außer Sonnenbaden nicht viel zu tun. Die Ruhe hier ist Fluch und Segen zugleich. Wir hätten auf Dauer ein paar nette Bars oder Restaurants vermisst, denn das Leben auf der Insel schien mit der Sonne schlafen zu gehen. Leider wurde unser Aufenthalt auch durch die weniger schöne Unterkunft getrübt.

Hingkong Beach Koh Yao Yai

Hinkong Beach auf Koh Yao Yai

Koh Yao Noi gefiel uns da schon besser. Auch wenn der Tourismus hier definitiv schon länger und intensiver angekommen ist, hält es sich noch sehr im Rahmen verglichen mit anderen bekannten thailändischen Inseln. Die vielen netten Lokale machten die Abendgestaltung auch etwas abwechslungsreicher, weswegen wir hier auch hätten etwas länger bleiben können bevor uns der Inselkoller packt. Auch wenn man die Insel innerhalb von 30 Minuten umrundet hat, gibt es viele schöne Plätze abseits den Hauptstraßen.

Wer Ruhe und Entspannung sucht, wird sie auf beiden Inseln definitiv finden! Für uns geht es jedenfalls tiefenentspannt weiter Richtung Koh Phayam!


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