Ein Besuch der Felsenstadt Petra war schon sehr lange ein Wunsch von uns. Die antike Felsenstadt mit eigenen Augen sehen, durch die Ruinen klettern und den Siq durchwandern. Wir konnten es kaum erwarten, das erste Highlight unserer Reise live zu sehen.

Deshalb entschieden wir uns, zwei Tage in Petra bzw. Wadi Musa zu verbringen. So konnten wir unsere geplanten Wanderungen auf zwei Tage aufteilen und hatten genug Zeit, die Felsenstadt in aller Ruhe zu entdecken. Der Eintritt war in unserem Jordan Pass bereits enthalten.


Erster Tag

Das erste Mal durch den Siq

Petra Siq

Früh morgens im Siq

Der erste Tag begann grandios: wir waren um kurz vor sieben am Visitor Center und ziemlich die einzigen Touristen. Der Weg durch den Siq war atemberaubend! Die bis zu 75 Meter hohe Felsschlucht leitete uns über 1,2 Kilometer zu der ersten yHauptattraktionen der Felsenstadt: der Schatzkammer. Schon alleine für diesen Anblick hat sich das frühe Aufstehen gelohnt; wir waren die ersten Besucher vor Ort und konnten die Stille vor dem imposanten Bauwerk genießen und die Stimmung auf uns wirken lassen. Später am Tag sollten wir feststellen, wie viele Besucher sich in der Mittagszeit durch den Siq drängen.

High Place of Sacrifice Trail

Petra High Place of Sacrifice Trail

High Place of Sacrifice Trail

Den ersten Trail starteten wir ein paar Meter weiter. Unmittelbar nach der Street of Facades ging es versteckt hinter dem letzten Shop die ersten Treppen empor, hoch bis zum Hohen Opferplatz auf dem Gipfel des Jebel Attufs. Hier legten wir unsere Frühstückspause ein und genossen die Aussicht.

Danach ging es wieder bergab über in den Stein geschlagene Treppen vorbei an mehreren Grabstätten. Wir waren hier zum ersten Mal dankbar für unsere Trekkingschuhe, welche wir uns eigens für diese Reise angeschafft hatten! Nachdem wir das Römergrab hinter uns gelassen hatten (und ein ausgiebiges Fotoshooting mit einer Katzenfamilie), verließen wir den ausgewiesenen Weg, welcher weiter über den Wadi al Farasa ging, und folgten einem Trampelpfad nach rechts. Wir wollten das Stadtzentrum von oben sehen, weswegen wir diesen Weg wählten.

Ad-Deir Trail

Ad-Deir Petra

Ad-Deir Felsentempel

Diesen Trail laufen sicher die meisten der Petra-Besucher, denn er führt zum imposanten Felsentempel Ad-Deir. Der Weg geht stetig bergauf und ist bei weitem nicht so menschenleer wie der erste Weg des Tages- allerdings war es mittlerweile auch Mittag geworden. Entlang der Treppen reihen sich Verkaufsstände und man wurde laufend von Eseln überholt, die die Besucher den beschwerlichen Weg zum  Tempel trugen.

Esel Petra

Pause für einen der zahlreichen Esel

Anmerkung: Für Menschen, die in ihrem Bewegungsapparat eingeschränkt sind oder nicht mehr in der Lage sind, aus eigener Kraft den Weg zu laufen, mag der Eseltransport ein gutes Mittel sein, zu den Sehenswürdigkeiten zu gelangen. Doch leider werden die Eseltaxis von den meisten Touristen eher als Attraktion und Gaudi gesehen. Den Tieren geht es hierbei sicher nicht gut! Gleiches gilt für die Kamele und die Pferde, welche die Hauptstraße hin- und hergetrieben werden, um Touristen von A nach B zu befördern.


Zweiter Tag

Noch nicht ganz erholt vomTag zuvor brachen wir noch etwas früher auf und standen um 6 Uhr am Eingang zum Siq. Ziel war es, bis zur Mittagshitze möglichst viel Strecke zurückzulegen. Wir wollten den bekannten Trail zur Platzform über der Schatzkammer laufen und zwar wieder ohne Eseltaxis. Der Plan ging auf- wir waren die ersten auf dem Al Khubtha Trail und die Esel noch nicht im Dienst.

Al Khubtha Trail

Al Khubtha Trail Petra Treasury

Am höchsten Punkt des Al Khubtha-Trails angekommen

Wieder hieß es: Treppen steigen. Ziel war die Plattform, von welcher aus man in den Siq hinunterschauen kann und einen tollen Blick auf das Schatzhaus hat. Oben angekommen wurden wir mit einem menschenleeren und friedlichen Aussichtspunkt belohnt. Mittlerweile füllte sich langsam der Platz vor dem Schatzhaus und wir breiteten auf dem Plateau unser Frühstück aus.

Wadi al-Muthlim

Wadi Muthlin Petra

im Wadi Muthlin

Zurück am Grab des Sextius Florentinus, von wo der Aufstieg begann, kehrten wir nicht zurück zum Stadtzentrum, sondern folgten dem Flusslauf des Wadi al-Mataha. Einen Kilometer entfernten wir uns vom Zentrum, zum Verwundern der Einheimischen, die uns auf dem Weg begegneten. „Where do you go? Wrong direction!“ -doch wir waren genau richtig. Bald sahen wir den schmalen Eingang zum Wadi al-Muthlim. Dieser Weg ist auf dem Plan des Areals nicht eingezeichnet, wird jedoch von Tourguides angeboten. Wir wollten den Weg allerdings alleine gehen, denn es kann ja nicht so schwer sein, einem ausgetrockneten Flusslauf zu folgen?!

Wadi Muthlin Petra

David macht Quatsch im Wadi Muthlin

Zwischenzeitlich waren wir uns jedoch nicht sicher, ob wir richtig waren, denn die schmale Schlucht schien ein paar mal zu enden- dabei mussten nur ein paar Felsblöcke überklettert werden. Je weiter es in die Schlucht hineinging, desto breiter wurde der Fusslauf. Nach ein paar Kilometern kamen wir am Eingang des Siqs wieder auf den Hauptweg.

Den Rest des Tages haben wir im Zentrum verbracht und uns gemütlich die Ruinen angeschaut.

Petra Stadtzentrum Theater

Blick auf das alte Theater

Auch wenn wir nach den zwei Tagen in Petra total hinüber waren, so waren es doch unvergessliche Aussichten und zauberhafte Atmosphären, die wir in der Felsenstadt erleben durften!

Und mal wieder sind wir froh, eigene Wege gewählt zu haben!


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