Roadtrip durch Jordanien


Rucksäcke einladen, Kofferraum zu, einsteigen, Musik an und los geht’s! Endlich, mit dem Mietwagen durch Jordanien! Wir waren richtig aufgeregt, dieses wundervolle Land kennen zu lernen. Im nachfolgenden Artikel nehmen wir euch mit auf unseren Roadtrip. Also, allesamt anschnallen!

Tag 1 und 2

Amman- Zwei Tage in der Hauptstadt

Amman Zitadellenhügel

Auf dem Zitadellenhügel in Amman

Vor unserem Roadtrip haben wir uns zwei Tage Amman angeschaut, was absolut ausreichend war. Die Stadt ist quirlig, laut und freundlich. Und sie hat unendlich viele Treppen. Gefühlt wandert man von Hügel zu Hügel, immer über zahlreiche Treppen. Unser Hotel hatte eine super Lage zwischen der Zitadelle und dem Amphitheater und so waren wir mittendrin. Die beiden Nächte waren deswegen aber auch recht kurz, denn der Muezzin stand morgens gefühlt in unserem Zimmer.

Amman war ein guter Start, um Land und Leute ein wenig kennen zu lernen. Trotzdem waren wir froh, endlich mit dem Mietwagen weiterzufahren und das Land zu entdecken!


Tag 3

Wüstenschloss Qasr-Al-Kharrana

Qasr Al Kharrana Wüstenschloss

Wüstenschloss Qasr Al-Kharrana

Unseren Roadtrip durch Jordanien starteten wir vom Flughafen Queen Alia  aus in Richtung Wüstenschloss Qasr Al-Kharrana. Ein imposantes Bauwerk mitten in der Wüste- man muss sich nur die Strommasten wegdenken. Und den Highway. Aber schon alleine die Fahrt dorthin war lohnenswert. Der Highway verläuft geradewegs durch eine Steppe hindurch. Ständig entdeckt man kleine Sandwirbelstürme, verlassene Häuser und Kasernen. Ein bisschen wir auf dem Mond. Auf dem Weg zur nächsten Station fuhren wir noch an Quseir Amra vorbei.

Jerash- Das Pompeji des Ostens

Jerash Jordanien

Ruinen von Jerash

In Jerash angekommen, erlebten wir erstmal einen Schreckmoment, als wir plötzlich mitten im Souk standen. Generell eine coole Sache, aber eben nicht, wenn man noch im Mietwagen sitzt. Es war dann aber halb so wild und wir kamen heil aus dem Getümmel heraus und konnten uns das Pompeji des Ostens anschauen. Dieser Stopp hat sich mehr als gelohnt, denn hier konnte man die Überreste einer römischen Handelsstadt erleben, wie man sie aus Lateinschulbüchern kennt.

Danach ging es weiter zu letzten Station des Tages, Madaba.


Tag 4

Madaba- Die Mosaik- bzw. Falafel-Stadt

Madaba hatten wir schnell abgehakt. Die meiste Zeit haben wir dort mit Essen verbracht, denn es gab fabelhafte Falafel-Sandwiches. Auf diese freuten wir uns schon, wenn wir auf der Rückfahrt wieder einen Stop in Madaba einlegen würden. Dagegen kamen wir uns wie Kulturbanausen vor, da wir die berühmten Mosaike der Stadt schnell abgehakt hatten.

Mount Nebo

Mount Nebo Aussicht Jordantal

Ausblick ins Jordantal vom Mount Nebo

Zum Mount Nebo waren es nur ein paar Kilometer. Die Aussicht ins Jordantal hat uns umgehauen! Von hier aus soll Moses das gelobte Land gesehen haben. Bis zum Toten Meer und nach Israel reichte die Sicht!

Am Toten Meer

Das Ziel des Tages war unser Hotel am Toten Meer. Hier haben wir uns ganz backpacker-untypisch ins Marriott eingemietet, da wir dort einen guten Schnapper machen konnten. Den restlichen Tag haben wir mit frischem Schlamm/ Fango und Herumdümpeln auf dem Toten Meer verbracht.

Totes Meer Maske

Soll gesund sein, sagte man uns


Tag 5

Fahrt nach Wadi Musa

Am nächsten Tag sind wir am späten Vormittag Richtung Wadi Musa aufgebrochen. Die Fahrt ging über einige Kilometer am Toten Meer entlang, am Wadi Mujib vorbei über den King’s Highway. Unterwegs boten sich einige tolle Aussichtspunkte entlang der Strecke; wir sind immer wieder ausgestiegen und haben die Aussichten genossen. In Wadi Musa angekommen hatten wir erstmal etwas Ärger mit dem Hotel (bei Interesse teilen wir gerne mit, in welchem Hotel man NICHT übernachten sollte).


Tag 6 und 7

Petra- Die Felsenstadt

Al Khubtha Trail Petra Treasury

Am höchsten Punkt des Al Khubtha-Trails angekommen

Über unseren Besuch und unsere Wanderungen in Petra haben wir einen eigenen Beitrag verfasst. Nur soviel vorab: Wahnsinniger Ort! Wer die Möglichkeit hat, sollte ihn sich unbedingt anschauen. Wir haben dort zwei unvergessliche Tage verbracht.


Tag 8 

Wadi Rum- Ein Tag und eine Nacht in der Wüste

Wadi Rum Jeep Tour

Jeep Tour durch Wadi Rum

Weiter ging’s Richtung Wadi Rum. Hier hatten wir eine Wüstentour und eine Nacht im Beduinen-Camp gebucht. Wir wurden in Rum Village von unserem Guide Hashem abgeholt. Die erste Station war Lawrence’s Spring und danach ging es weiter in die Wüste. Die Tour war wahnsinnig toll, noch nie hatten wir so eine Landschaft gesehen! Imposant und wunderschön das Zusammenspiel der riesigen Felsmassive und den verschiedenfarbigen Sandtönen.

An einer besonders hohen Sanddüne drückte uns Hashem ein Snowboard in die Hand und schickte uns zum Sandboarden die Düne hinauf. Wenn es nicht so wahnsinnig anstrengend gewesen wäre die Düne zu erklimmen, hätten wir hier wahrscheinlich einige Stunden verbracht!

Düne Wadi Rum

Rote Düne im Wadi Rum

Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir im Camp an, mit einer weiteren deutschen Reisegruppe. Lustigerweise stellte sicher heraus, dass diese von der Aida Tanz-Kreuzfahrt kamen. Es dauerte etwas, bis uns klar wurde, dass gerade Motsi Mabuse neben uns saß. Wir verbrachten einen tollen Abend und haben uns gut unterhalten- alle waren super nett! Außerdem haben wir den schönsten Sternenhimmel gesehen- sogar die Milchstraße war zu erkennen. Leider wurden die Fotos nichts, aber diesen Moment hätte man eh auf keinem Foto festhalten können.

Wadi Rum Jeep Tour

Höhenangst bezwingen im Wadi Rum


Tag 9

Aqaba- Restday

Nach dem Frühstück wurden wir zurück nach Rum Village gebracht- mit Zwischenstopp bei der Kamelherde des Campchefs, welche die Reste des Abendessens gebracht bekam.

In Aqaba legten wir nach den aufregenden letzten Tagen mal wieder einen ruhigeren Aufenthalt ein. In unserer Unterkunft bekamen wir einen Gutschein für einen Hotelstrand ein paar Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Dort verbrachten wir den Rest des Tages.


Tag 10

Dana Naturreservat- Höhenmeter sammeln

Am nächsten Tag führte unser Roadrtip wieder Richtung Norden über den Desert-Highway zum Dana Naturreservat. Leider dauerte die Fahrt länger als gedacht und wir kamen erst am späten Mittag in Dana Village an. Deshalb konnten wir keine große Wandertour mehr starten und sind vom Dorf nur einen Teil des Dana Trails gelaufen. Auch wenn wir nur ein paar Stunden gewandert sind, waren wir am Ende schweißgebadet- denn die letzten zwei bis drei Kilometer zurück zum Village gingen steil bergauf. Aber eine gute Sache hatte die Verspätung: wir haben uns die 10 JD pro Person für den Eintritt gespart, da wir nicht über den Haupteingang ins Reservat gelangt sind.

Generell wurde empfohlen, den Trail mit Guide zu laufen. Jedoch sind wir auch hier auf eigene Faust losgezogen und hatten keinerlei Probleme.


Tag 11

Rückfahrt nach Madaba

Die Rückfahrt nach Madaba traten wir mit merklich geschwächten Beinen an- die letzten Tage forderten ihren Tribut. Wir entschieden uns für eine Fahrt über den King’s Highway, auf welchem wir auf der Hinfahrt nur ein paar Kilometer gefahren waren.

Zurück in Madaba erwarteten uns die schmerzlich vermissten Falafel-Sandwiches. Den Rest des Tages widmeten wir uns der weiteren Reiseplanung- die Reise nach Indien stand ja kurz bevor und wir wollten  unser erstes Hotel in Mumbai buchen.

Totes Meer Zeitung lesen

Zeitunglesen im Toten Meer- funktioniert!


Roadtrip durch Jordanien – Fazit 

An unserem letzten Abend ließen wir unseren Roadtrip durch Jordanien Revue passieren. Wahnsinn, was wir in einer so kurzen Zeit alles erlebt und gesehen haben. Wir sind sehr dankbar, diese Erlebnisse gemacht haben zu dürfen! Außerdem können wir jeden ermutigen, auch einen Roadtrip durch Jordanien zu machen, da alles in allem super einfach war!

Auch waren wir froh, 12 Tage in Jordanien verbracht zu haben. Sicherlich wäre es auch in einer Woche machbar, die Hauptattraktionen abzuklappern, jedoch hat man dann keine Zeit mehr, auch mal abseits der Wege zu gehen.

Alles Organisatorische rund um das Thema Mietwagen in Jordanien haben wir in einem extra Artikel geschrieben, schaut bei Interesse gerne dort vorbei!


Zu unseren Beiträgen über Jordanien gelangst du hier: Unsere Wanderungen um Petra und unser Tag am Toten Meer!

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4 Kommentare

  1. Wow, Wahnsinn, einfach toll. LG Marie

  2. Ingrid + Horst Jung

    31. Oktober 2017 at 23:38

    Hallo Caro und David, wir verfolgen mit Spannung eure Reise und freuen uns, dass ihr bisher so positive Eindrücke sammeln könntet. Weiterhin gute Reise und wunderschöne Erlebnisse👍, die wir gespannt verfolgen werden. Liebe Grüße aus dem Ruhrpott von „Onkel Horst“ und Ingrid 🙋‍♂️🙋

    • caro

      2. November 2017 at 13:30

      Hallo ihr beiden,

      Schön, dass ihr „mitreist“ und vielen Dank für die lieben Worte.
      Bisher haben wir eine tolle Zeit. Gerade sitzen wir in Jodhpur (Indien) auf der Dachterrasse unseres Hostels und lassen den Tag mit einem typisch indischen Chai Tee ausklingen 🙂

      Liebe Grüße,

      Caro & David

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