Wir sind Caro und David aus Kaiserslautern in der schönen Pfalz.

Als sich Ende 2012 unsere Wege kreuzten, war uns schnell klar, dass wir eine gemeinsame Leidenschaft teilen: das Reisen. Unsere anfänglichen Spinnereien haben sich bald zu einem Traum entwickelt, der im Oktober 2017 endlich zur Realität wurde: Eine fast einjährige Weltreise!



Von dieser Reise sind wir mittlerweile wieder zurück. Vollgepackt mit neuen Erfahrungen und Erinnerungen. Davon gibt es natürlich noch eine Menge zu berichten! Außerdem wurden unsere Ziele während der Reise nicht weniger- eher im Gegenteil! Noch während wir unterwegs waren, schmiedeten wir weitere Reisepläne, für „nach der Weltreise“. Einziger Unterschied: zukünftige Reisen werden nicht mehr so ausgedehnt stattfinden. Spießige, dreiwöchige Jahresurlaube eben. Ein paar Wochen raus aus dem Alltag und danach wieder zurück. Denn was wir während der Weltreise feststellten: Wir sind froh, dass wir die Möglichkeit ergriffen haben. Aber wir sind auch froh, wieder zuhause zu sein! Für uns war die Weltreise eine „Once in a liftime“-Sache. Wir bereuen nichts und würden auch alles wieder so machen- für die Zukunft werden wir uns aber wie gesagt auf kürzere Reisen begrenzen.


Folgende Zeilen hatten wir VOR der Weltreise geschrieben, um unsere Beweggründe und Gefühle zu erklären. Interessant, dies nach so vielen Monaten nochmal zu lesen! Da es sicher für den ein oder anderen, der sich in unserer damaligen Lage befindet, interessant sein mag, lassen wir es stehen! 

Wir fühlten uns schon seit langem irgendwie im Alltag gefangen, ohne dass es uns wirklich schlecht ging. Wir waren beide in festen Arbeitsverhältnissen und hatten auch sonst keinen Grund zur Sorge. Trotzdem fehlte uns etwas und wir hatten ständig das Bedürfnis, mehr zu sehen, mehr zu erleben und mehr zu leben. Ohne die alltäglichen Zwänge und den Druck von außen, alles immer zufriedenstellend, am Besten einfach perfekt erledigen zu müssen. Oder dies zumindest so aussehen zu lassen.

Also beschlossen wir uns zu einem günstigen Zeitpunkt für ein Jahr loszuziehen. 12 Monate erschienen uns richtig, um sich vom Alltag zu lösen und möglichst viel von der Welt zu sehen. Ohne Zeitdruck, ohne unterbewusst die Uhr ticken zu hören, die den Heimflug ankündigt. Wir möchten in diesem Jahr einfach die Seele baumeln lassen und uns wieder auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.



Aber warum Barfuß?

Nein, wir reisen nicht wirklich ohne Schuhe!

Logo Barfuss um die Welt

…bedeutet für uns im übertragenen Sinne unabhängig zu reisen, ohne unnötiges Gepäck, spontan zu entscheiden, wohin wir als nächstes ziehen. BARFUSS UM DIE WELT bedeutet für uns Freiheit!


Was war der schwierigste Schritt nach der Entscheidung?

Nach der Euphorie, die mit dem Entschluss einherging, Deutschland für ein Jahr den Rücken zuzukehren, folgten bald die ersten Fragen. Was machen wir mit unserer Wohnung? Unserem Kram? Und dem Auto? Getreu dem Motto „Ganz oder gar nicht“ wollten wir einen klaren Cut. Wir wollten nach der Heimkehr keinen „Klotz am Bein“ in Form einer Wohnung. Außerdem fiel uns die Vorstellung schwer, nach einem Jahr wieder in unser altes Leben zurückzukommen, denn eigentlich wollten wir ja weg, um etwas zu verändern. Deshalb fassten wir den Entschluss, soviel Ballast wie möglich loszuwerden.

„Life begins at the end of your comfort zone.“ – Neale Donald Walsh

Der schwierigste Schritt war wohl die Kündigung unserer Wohnung. Nicht, wie viele unserer Freunde angenommen haben, die Kündigung der Jobs. Das war im Nachhinein nicht der Rede wert. Aber das Zuhause aufzugeben, daran hatten wir eine Weile zu Knabbern. Nicht, weil wir unsere Wohnung so sehr mochten, sondern eher wegen dem „Zuhause-Gefühl“, zu welchem auch unsere Familie und Freunde gehören.  Mit der Kündigung der Wohnung war uns erst so richtig bewusst, dass wir bald keinen festen Wohnsitz mehr haben werden. Dieses Gefühl verflüchtigte sich jedoch mit jedem Möbelstück, was wir weg gegeben haben, mehr und mehr.


Ob wir Angst vor dem „Danach“ haben?

Klar, Zukunftsängste gehören dazu. Mal mehr, mal weniger. Manchmal hindern sie einen daran weiterzudenken, manchmal aber fordern sie geradezu auf,  sich über den Grund der Angst klar zu werden und nach einer Lösung zu forschen. Werden wir im Anschluss an unsere Reise wieder direkt Arbeit finden und uns ein neues Zuhause aufbauen können? Ja, werden wir. Wir verlieren unterwegs ja nicht unsere Berufsausbildungen und Qualifikationen, die wir bisher erreicht haben. Vielleicht kommen wir sogar mit einer Fremdsprache mehr im Gepäck  zurück!

Wir sind uns außerdem sicher, nach dem Jahr reicher zurückzukommen, als wir aufgebrochen sind. Reicher an Erfahrung, Lebensfreude und Motivation für alles Kommende. Somit können wir nur gewinnen.