Job gekündigt- und nun?

Nachdem uns klar war, dass wir unsere Jobs kündigen werden, kam recht bald die Frage, was mit unserer Wohnung und den Möbeln passiert. Sollen wir die Wohnung kündigen?

Es war gar nicht so einfach, eine Passende zu finden. Und die Möbel hatten wir uns erst zwei Jahre zuvor zugelegt, eigentlich wäre es schade, sie so schnell wieder zu verkaufen. Gleiches galt für das Auto- danach hatte David so lange gesucht. Aber macht es Sinn, das Auto für ein Jahr stehen zu lassen? Fragen über Fragen, welche wir wie folgt gelöst haben.


Wohnung kündigen

Wieso an der Wohnung festhalten, wenn wir eh nicht wissen, wohin es uns nach dem Jahr verschlägt? Das war unser Hauptargument, welches unseren Entschluss festigte. Dass wir die Wohnung kündigen werden, war für uns mit die emotionalste Entscheidung, die wir während der Vorbereitung der Weltreise gefasst hatten. Nicht, weil uns die Wohnung so gut gefallen hätte- sie war zwar eine schöne erste gemeinsame Bleibe, aber wir wären früher oder später sowieso aus mehreren Gründen ausgezogen. Allerdings nahmen wir uns selbst den Ort, an dem wir die letzten Jahre zuhause waren, an dem wir so viele schöne Stunden mit Familie und Freunden verbracht hatten und an dem einige Erinnerungen hingen. Aber wir hatten es uns ja selbst so ausgesucht!

Nachdem die Kündigung an unseren Vermieter verschickt war, wurde uns zum ersten mal richtig bewusst, was wir da geplant hatten. Und das Gefühl war gut, denn irgendwie  war unser Plan ab diesem Tag endgültig beschlossene Sache.


Und der ganze Krempel?

Da es für uns keinen Sinn macht, die Möbel einzulagern und dafür ein Jahr Gebühren zu zahlen, kamen wir zu dem Entschluss, alles was geht zu verkaufen. Es war leichter als gedacht- auch wenn fast jedes Möbelstück damals beim Einzug neu gekauft wurde und uns immer noch gefällt, so ist doch jedes materielle Stück ersetzbar. Mit jedem Möbelstück, das wir verkauften, wuchs die Erleichterung, wieder einen Klotz weniger am Bein zu haben.

Die Möbel haben wir zum größten Teil über Ebay Kleinanzeigen verkauft. Dies hat allerdings ehrlich gesagt sehr viel Zeit und Nerven gekostet. Am Ende waren wir wirklich froh, uns nicht mehr mit Feilschen und nicht eingehaltenen Terminen herumschlagen zu müssen…

Je mehr Möbel verkauft wurden, desto weniger Stauraum hatten wir mit der Zeit. Ein guter Zeitpunkt, endlich mal so richtig auszumisten und sich von unnötigem Ballast zu trennen! Wir waren erstaunt, wieviel unnötiger Krempel sich während der letzten zwei Jahre bei uns angehäuft hatte- weg damit! Denn auch ohne unnötigen Kram bekommt man genügend Kisten zusammen, die irgendwo verstaut werden müssen. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Eltern, bei denen wir unser restliches Hab und Gut unterbringen konnten!


Zu guter letzt: das Auto

Wohnung kündigen, Möbel verkaufen, Auto verkaufen. So war der Plan. Die ersten beiden Punkte liefen gut- der Autoverkauf eher nicht. Tja, es läuft eben nicht immer alles wie am Schnürchen und man braucht einen Plan B. Dieser sieht bei uns so aus, dass wir das Auto für das Jahr still legen werden. Also ab zur Kfz-Stelle, Auto abmelden. Praktisch daran ist, dass direkt auch die Kfz-Versicherung mit abgemeldet wird.


So, damit wären unsere Besitztümer mehr oder weniger untergebracht. Jetzt mussten wir uns langsam mit weniger angenehmen Dingen wie Versicherungen rumschlagen. Doch auch hier zählt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Oder zumindest ein Trampelpfad…


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